Kirschmarmelade

Hochsommer ist Kirschenzeit. Für mich bedeutet das, bei der Kirschenernte zu helfen, und mir hoch oben im Baum ein paar „Doppelkirschen“ übers Ohr zu hängen (macht das nicht jeder? oder? oder??).
Anschließend stehe ich für zwei Tage in der Küche, bis zu den Ellbogen mit Kirschsaft verklebt, und fabriziere eingemachte Kirschen, Kirschsaft und natürlich Kirschmarmelade.
Die leidige Entsteinerei der Kirschen nervt mich schon seit ich klein war, und der Kirschenentsteiner bei Oma jeden zweiten Sommer kaputt war. Und was macht „die gute Hausfrau“ dann? Sie schnappt sich eine Haarnadel, und entsteint die Kirschen Stück für Stück. Uff. Funktioniert, ist aber eine Menge Arbeit.

Für dieses Rezept habe ich Sauerkirschen verwendet, da ich die geschmacklich in Marmelade am liebsten mag. Natürlich funktioniert das auch mit jeder Art von Süßkirschen, die bleiben nach dem Einkochen etwas fester und mehr „in Form“, die Marmelade wird allerdings deutlich süßer.

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Erdbeer-Limetten-Butter

Sieht aus wie Erdbeereis, ist aber Butter. Klingt seltsam? Ist aber suuuuuper lecker! Und die Zubereitung dauert keine 5 Minuten. Perfekt!
Die Erdbeer-Limetten-Butter schmeckt besonders lecker zu Pancakes oder Waffeln, oder einfach auf einer Scheibe frisch getoastetem Weißbrot, heißen English Muffins, oder zu warmen Brioches.

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Ich verwende hier die Erdbeer-Limetten-Konfitüre aus dem letzten Post (hier geht’s zum Rezept), ihr könnt aber auch jede andere Erdbeer-Konfitüre verwenden.

Vielleicht sieht man es auf den Fotos: das Wetter ist seit einigen Tagen ziemlich nass-kalt. Aber da sich das so schnell nicht ändert, ich aber trotzdem meine Fotos machen wollte (und dafür immer auf dem Balkon shoote), ist alles ein wenig feucht geworden. Lecker war’s anschließend aber trotzdem 😉 Weiterlesen

Erdbeer-Limetten-Konfitüre mit Aperol

Endlich ist wieder Erdbeerzeit, juhuuu! Das heißt für mich: spätestens jeden zweiten Tag gibt’s bei mir Erdbeeren in diversen Formen, allerdings am liebsten pur (sooooo lecker).
Ich kaufe meine Erdbeeren immer direkt beim Bauern, und ausschließlich zur Erdbeer-Ernte; Supermarkt-Erdbeeren aus Spanien o.ä. kommen mir nicht ins Haus (außerhalb der Erntezeit verwende ich ggf. auch mal TK-Erdbeeren, aber das sind dann von mir selbst eingefrorene).

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Natürlich muss zur Erdbeerzeit die gute alte Erdbeer-Konfitüre her. Wer mich kennt, weiß allerdings, dass ich 1.) nicht besonders gern Konfitüren/Marmeladen/Gelees koche, und 2.) falls doch, dann eher keine Erdbeer-Konfitüre.

Diese hier ist allerdings ein bisschen anders, und zwar hat sie das typische faaabelhaft-Extra! In diesem Fall Limetten und Aperol. Passt beides perfekt zu Erdbeeren. Glaubt ihr nicht? Dann probiert’s doch direkt mal aus!
Kleiner Hinweis: dieses Rezept habt ihr (inklusive putzen der Erdbeeren) in weniger als einer halben Stunde zubereitet). Einfach fabelhaft! Weiterlesen

Apfelkompott

„Das ist ein Kompott!“ – „Du meinst Komplott.“ – „Nein, Kompott!“
Mir fällt tatsächlich kein anderer Name für dieses Rezept ein, und „Apfelzeuch“ wollte ich dann doch nicht schreiben.
Also heute mal etwas zum Einkochen mit Herbst-Winter-Frühlungs-Obst.

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Ja, der Winter ist eigentlich schon vorbei, immerhin ist schon März. Aber dennoch dauert es noch ein Weilchen, bis es außer Äpfeln und Birnen aus besagter Ernte etwas anderes an heimischem Obst gibt.
Mir ist es wichtig, besonders viel an saisonalem Obst und Gemüse zu verwerten, Importe nutze ich eher ungern. Falls ich doch einmal auf Obst außerhalb der Saison zurückgreifen muss oder will, dann greife ich lieber zu Tiefkühl-Ware oder eingelegtem Obst, wenn möglich ebenfalls aus der Region (und natürlich gern bio). Im Winter verwende ich also eher ungern Himbeeren oder Kirschen (außer, ich muss ein Foto für den Blog mit frischen Himbeeren pimpen, dann geht’s eben nicht anders).

Und so gehört der Apfel im Herbst und Winter zur klassischen Küche einfach dazu.
Mehr zum Thema saisonales Obst und Gemüse findet ihr übrigens weiter unten.
Natürlich esse ich auch gern Ananas und Co., die kommen allerdings immer von etwas weiter her (zumindest habe ich bei meinem Bauernlädchen noch nie den Hinweis „Avocado und Kiwi aus Hessen“ gesehen 😉 ), dagegen lässt sich nichts machen.

Diesen Apfelkompott hier mache ich jedes Jahr wieder gern. Wie jedes Kompott ist er schnell gemacht, und noch viel schneller wieder gegessen (so gehört sich das ja auch).

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Overnight Oats – spannende Varianten

Das Grundrezept für Overnight Oats kennt ihr ja jetzt schon (hier könnt ihr es noch einmal nachlesen), jetzt geht’s an leckere Varianten.

Für alle Rezepte braucht ihr jeweils 4 gehäufte EL Haferflocken und 100-120 ml Milch oder Milchalternative eurer Wahl (ich schreibe es aber in jedes Rezept noch mal dazu). Wer mag, kann jeweils noch 1/2 EL Chia- oder Leinsamen dazugeben.
Getoppt wird das Grundrezept mit einigen fancy Zutaten, aber keine Angst: nichts ausgefallenes oder super teures. Die Mischung macht’s!
Wer keine Lust auf Süßungsmittel wie Reissirup, Ahornsirup oder Agavendicksaft hat, kann natürlich einfach immer zu Honig greifen.

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Ich liste die Zutaten immer in der Reihenfolge auf, in der ihr sie ins Glas schichtet. Also zuerst Haferflocken und Milch, dann die Süße, obendrauf dann Obst, etc.
Umgerührt wird erstmal nur der Haferflocken-Milch-Süßungsmittel-Mix, Obst und Nüsse kommen obendrauf, dann alles über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen vor dem Verzehr dann alles ordentlich umrühren und das Topping untermischen. Fertig!

Wenn ihr das ganze am Abend in den Kühlschrank stellt, sieht es erstmal nach gar nicht mal besonders viel aus. Die Haferflocken quellen über Nacht aber ganz gut auf, die Chiasamen ebenfalls. Einige Rezepte (z.B. mit Schoko oder Nussnougat-Creme) sind ziemlich sättigend, die gönne ich mir z.B. eher als Mittagessen. Das müsst ihr aber selbst ausprobieren, und mit eurem Hunger bzw. Appetit persönlich klären 😉

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[Werbung wg. Produktnennung, unbeauftragt, unbezahlt: In den Zutaten liste ich ggf. Hersteller, Marken oder Produkte auf. Dabei handelt es sich lediglich um Produkte, die ich gern verwende. Ich wurde dafür weder beauftragt, noch bezahlt.] Weiterlesen

Overnight Oats – der Klassiker

Haferflocken kennen wir alle. Hauptsächlich als Grundlage des täglichen Müslis, aber auch in „gesunden“ Muffins oder ähnlichem.
Seit einiger Zeit sind allerdings auch Klassiker aus der Zeit unserer Eltern und Großeltern wieder total angesagt – auch wenn sie jetzt hippe neue Namen haben: „Overnight Oats“ und Porridge (zu Porridge wird es einen extra Blog Post geben).

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Overnight Oats erinnern stark an Birchermüsli, nur mit wechselnden Zutaten.
Wie auch beim Birchermüsli ist der wichtigste Teil, dass die Haferflocken eine längere Zeit (z.B. über Nacht) quellen müssen, und dass unbedingt Obst (am besten frisches) dazugegeben wird. Also vom „normalen“ Müsli mit Rosinen, Knusperzeug, Zuckerüberzug und womöglich Schoki weit entfernt.
Overnight Oats sind deswegen aber nicht unbedingt langweilige Gesundheits-Kost (sie sind trotzdem gesund, keine Angst), sondern schmecken ziemlich lecker und man kann sie aufregend variieren.
Praktisch an Overnight Oats ist eben auch, dass ihr sie am Abend vorher zubereitet, und deswegen am nächsten Morgen ein paar Minuten spart. Einfach in den Kühlschrank greifen, und das Frühstück ist schon fertig. Weiterlesen

Süße Orangenbutter

In meinen Rezepten finden sich zwei Zusätze immer besonders oft: gute Vanille und (natürlich) Orangen- bzw. Zitronenschale.
Orangen und Zitronen kaufe ich mindestens 1x pro Woche, brauche ich eben einfach öfter. Doch was tun, wenn man nur die Hälfte der Orangenschale braucht? Oder man braucht nur den Saft, und die gute Schale würde dann im Biomüll landen?

Orangenbutter

Na klar, man kann natürlich Orangenzucker draus machen (Rezept findet ihr hier *klick*).
Oder eben auch mal was ausgefalleneres: süße Orangenbutter.
Die kann man wie ganz normale Butter auf ein frisches, noch dampfendes Brötchen streichen (oder auf Brioche! oder Buchteln! oderoderoder!), und ganz süß genießen. Wer mag, kann obendrauf noch ein paar Scheiben Kiwi oder Erdbeeren legen.

Das Rezept klingt ausgefallen – ist aber in der Umsetzung so leicht wie Butterbrot schmieren. Ehrlich.

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Arme Ritter aka French Toast

Arme Ritter sind (leider leider) ein Opfer des Anglizismus: heutzutage ist das überall nur noch als French Toast bekannt. Einzige Ausnahme ist da vielleicht Frankreich, da kennt man es als „Pain perdu“, also quasi „verlorenes Brot“.
Regional ist das ganze auch gern bekannt als Rostige Ritter, Bavesen, Weckschnitten und vieles mehr.

Aber ganz egal ob arm, french oder verloren – lecker ist das ganze in jedem Fall.
Und das beste: es geht ultra schnell und die Zutaten hat man eigentlich immer zuhause.

Und da bald Ostern ist, noch ein Oster-Tipp: statt Brot bzw. Brioche kann man für die Armen Ritter ganz prima übrig gebliebenen Oster-Zopf verwenden!

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Ganz wichtig: das Brot sollte ausnahmsweise definitiv nicht frisch sein. Natürlich auch nicht steinhart, aber eher 3-4 Tage alt. Also genau dann, wenn das Brot anfängt, „langweilig“ zu schmecken.

Heute zeige ich euch drei verschiedene Varianten, die ich alle sehr gern mag, und immer ganz nach Gusto wähle.
Meine Varianten heute sind: der Klassiker, der Sündhafte, und der Besondere. Weiterlesen

Bauernfrühstück-Cupcakes

Bauernfrühstück und Muffins? Ja, passt das denn zusammen?
Klar passt das.
Keine Angst, hier gibt’s keine Kartoffeln mit Buttercreme *schüttel*, sondern einfach eine Art „Bauernfrühstück für auf die Hand“.

Im Sommer war ich zur Hochzeit von zwei ganz lieben Freundinnen eingeladen, und bekam den üblichen Auftrag: „Bitte bitte, kannst du uns was backen? Aber lieber was deftiges, süß haben wir genug.“ Mach ich natürlich gern, besonders wenn eine der beiden sagt „du kannst alles“. Hach, war ich da gebauchpinselt.

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Die zuerst gewünschten Pfannkuchenlachsröllchen wollte ich aber nicht zaubern. Die kennt schon jeder, und ich mache ja gern Sachen, die noch keiner kennt.
Also erstmal fröhlich die Rezeptbücher und -hefte wälzen. Und tataaaa, ich hatte eine wunderbare Auswahl.
Die Bauernfrühstück-Cupcakes standen auf der Wunschliste des Hochzeitspaares ganz oben, also mussten die natürlich auch sein. (die anderen Rezepte verrate ich euch bei Gelegenheit.)

Ich habe für die Feier das Rezept verdoppelt, was die Zubereitung echt anstrengend machte – das Untermischen der Eier geht ordentlich in die Muckies.

Wer das Rezept übrigens für Vegetarier zubereiten möchte, lässt einfach den Bacon weg. Schmeckt genauso gut.

Dieses Rezept gehört übrigens seitdem zu meinen „Klassikern“, da es überall unglaublich gut ankommt (sogar bei meiner Oma, meinen Eltern, und meinen Münchner Cousinen – und die sind alle wirklich sehr kritisch). Weiterlesen

Zartbitterschokocreme mit Orange und Mandeln

Es soll ja Leute geben, die können Nutella zu allem essen. Auf Brot, Pfannkuchen, Waffeln, Croissants, in Kuchen, Muffins, Cakepops. Oder einfach so. Mit ’nem grooooßen Löffel.
Ich gehöre nicht zu diesen Leuten (ehrlich nicht). Ich mag Nutella, aber soooo oft brauche ich sie nicht. Ich kaufe ca. 1x im Jahr ein Glas, das dann ungefähr ein halbes Jahr hält. Den totaaaalen Nutella-Jieper habe ich also nicht (naja, meistens).

Aber es gibt eine Creme, die ich unfassbar gern esse: Zartbitterschokocreme mit Orange und Mandeln. Extremst lecker. Und sogar fix gemacht.

Schokocreme mit Nüssen und Orange Weiterlesen