Arme Ritter aka French Toast

Arme Ritter sind (leider leider) ein Opfer des Anglizismus: heutzutage ist das überall nur noch als French Toast bekannt. Einzige Ausnahme ist da vielleicht Frankreich, da kennt man es als „Pain perdu“, also quasi „verlorenes Brot“.
Regional ist das ganze auch gern bekannt als Rostige Ritter, Bavesen, Weckschnitten und vieles mehr.

Aber ganz egal ob arm, french oder verloren – lecker ist das ganze in jedem Fall.
Und das beste: es geht ultra schnell und die Zutaten hat man eigentlich immer zuhause.

Und da bald Ostern ist, noch ein Oster-Tipp: statt Brot bzw. Brioche kann man für die Armen Ritter ganz prima übrig gebliebenen Oster-Zopf verwenden!

Arme Ritter 03

Ganz wichtig: das Brot sollte ausnahmsweise definitiv nicht frisch sein. Natürlich auch nicht steinhart, aber eher 3-4 Tage alt. Also genau dann, wenn das Brot anfängt, „langweilig“ zu schmecken.

Heute zeige ich euch drei verschiedene Varianten, die ich alle sehr gern mag, und immer ganz nach Gusto wähle.
Meine Varianten heute sind: der Klassiker, der Sündhafte, und der Besondere. Weiterlesen

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Bauernfrühstück-Cupcakes

Bauernfrühstück und Muffins? Ja, passt das denn zusammen?
Klar passt das.
Keine Angst, hier gibt’s keine Kartoffeln mit Buttercreme *schüttel*, sondern einfach eine Art „Bauernfrühstück für auf die Hand“.

Im Sommer war ich zur Hochzeit von zwei ganz lieben Freundinnen eingeladen, und bekam den üblichen Auftrag: „Bitte bitte, kannst du uns was backen? Aber lieber was deftiges, süß haben wir genug.“ Mach ich natürlich gern, besonders wenn eine der beiden sagt „du kannst alles“. Hach, war ich da gebauchpinselt.

Bauernfruehstueck-01

Die zuerst gewünschten Pfannkuchenlachsröllchen wollte ich aber nicht zaubern. Die kennt schon jeder, und ich mache ja gern Sachen, die noch keiner kennt.
Also erstmal fröhlich die Rezeptbücher und -hefte wälzen. Und tataaaa, ich hatte eine wunderbare Auswahl.
Die Bauernfrühstück-Cupcakes standen auf der Wunschliste des Hochzeitspaares ganz oben, also mussten die natürlich auch sein. (die anderen Rezepte verrate ich euch bei Gelegenheit.)

Ich habe für die Feier das Rezept verdoppelt, was die Zubereitung echt anstrengend machte – das Untermischen der Eier geht ordentlich in die Muckies.

Wer das Rezept übrigens für Vegetarier zubereiten möchte, lässt einfach den Bacon weg. Schmeckt genauso gut.

Dieses Rezept gehört übrigens seitdem zu meinen „Klassikern“, da es überall unglaublich gut ankommt (sogar bei meiner Oma, meinen Eltern, und meinen Münchner Cousinen – und die sind alle wirklich sehr kritisch). Weiterlesen

Zartbitterschokocreme mit Orange und Mandeln

Es soll ja Leute geben, die können Nutella zu allem essen. Auf Brot, Pfannkuchen, Waffeln, Croissants, in Kuchen, Muffins, Cakepops. Oder einfach so. Mit ’nem grooooßen Löffel.
Ich gehöre nicht zu diesen Leuten (ehrlich nicht). Ich mag Nutella, aber soooo oft brauche ich sie nicht. Ich kaufe ca. 1x im Jahr ein Glas, das dann ungefähr ein halbes Jahr hält. Den totaaaalen Nutella-Jieper habe ich also nicht (naja, meistens).

Aber es gibt eine Creme, die ich unfassbar gern esse: Zartbitterschokocreme mit Orange und Mandeln. Extremst lecker. Und sogar fix gemacht.

Schokocreme mit Nüssen und Orange Weiterlesen

Ratzifatzi Schoko-Scones

Sonntag. Faul auf dem Sofa. Lust auf irgendwas frisch gebackenes zum (doch schon recht späten) Frühstück. Was mit Schokolade. Schnell soll’s gehen, fluffig und warm soll’s sein, und unbedingt mit Schokolade.
Da gibt’s nur eins: ratzifatzi-schnelle Schoko-Scones.

Ratzifatzi Schoko-Scones

Klingt gut? Schmeckt sogar noch viel besser! Und erst der wunderbare Duft, der während des (ultrakurzen) Backens durch die Wohnung zieht…. Mmmmmhhhh!

Najaaaa, eigentlich sind das gar keine „echten“ Scones, die verlangen nämlich im Original-Rezept nach Eiern und süßer Sahne. Diese Quasi-Scones verzichten auf beides (bzw. wir verwenden statt der Sahne eben Milch), und weichen auch etwas von der typischen kleinen, runden Form ab.
Das soll uns aber nicht weiter stören, denn diese Scones kommen nicht nur unserer wochenendlichen Sofafaulheit und dem Inhalt des Vorratsschrankes entgegen, sondern gehorchen außerdem der kleinen Stimme in unserem Kopf, die schreit „Gib mir Schoko-Gebäck – JETZT GLEICH!“ Weiterlesen

Pancakes – oh so fluffy!

Kennt ihr „Despicable Me“ bzw. „Ich, einfach unverbesserlich„? Wie die kleine Agnes mit dem riesigen Plüsch-Einhorn im Arm rumrennt und schreit „It’s so FLUFFY!!!
Genau das waren meine ersten Worte, als ich den ersten dieser Pancakes mampfte. Die sind ja soooo fluffy!!

Superfluffy Pancakes (c) faaabelhaft

Ich geb’s zu: bisher gingen Pancakes nicht so an mich. Erstens, weil ich eher ein Fan von leckeren Pfannkuchen und Crêpes bin, die nun mal einfach süß sein müssen – und Pancakes mit Ahornsirup und Speck (Speck??) da eher nicht so in mein Konzept passten. Und zweitens weil alle ach so tollen Rezepte bisher echt enttäuschend waren. Klebten wie die Hölle am Pfannenboden, waren flach statt fluffig, brannten schneller an als sie durchgegart waren und schmeckten wie Pappendeckel.

Aber jetzt habe ich endlich (endlich!) das absolut perfekte Rezept für unfassbar fluffige Pancakes gefunden. Geht einfach, schnell und schmeckt absolutissimo fabelhaft.
Ja, Esslöffelweise Backpulver und Natron klingt komisch, passt aber. Und keine Angst, die Buttermilch schmeckt man nicht raus. Das alles sorgt (zusammen mit dem steif geschlagenen Eiweiß) für die fluffigste Fluffigkeit seit Erfindung des Fluffs. Oder so. Weiterlesen