Apfel-Minz-Tee

Frühling. Sonne. Balkonkräuter. Klingt komisch? Ist aber so.
Sobald die ersten Krokusse in den Nachbarsgärten sprießen, fummel ich an den Blumenkästen auf meinem winzig kleinen Balkon herum. Obwohl „Blumenkasten“ da der falsche Ausdruck ist: bei mir wachsen nur Kräuter und Erdbeeren, da Blumen und ich kein gutes Verhältnis zueinander haben… faaabelhafter Winz-Balkon
Kräuter hingegen lieben meinen eigensinnigen Gießrhythmus und die für Blumen eher suboptimalen Bedingungen meines Balkons (bis ca. 13 Uhr knallende Sonne, danach tiefster Schatten und auch im Sommer verflixt frisch).

Im Frühling überprüfe ich dann, welche Kräuter den Winter überlebt haben, welche sich mit kleinen Ablegern quer durch den Kasten verzupfelt haben, und welche ich dringend ersetzen muss.

Die Minze vom letzten Jahr gehört zu den „verzupfelten“, denn im gesamten Kasten grinsen mich viele kleine, hellgrüne neue Minzsprösslinge an. Bis ich die ernten kann, müssen jedoch erst einmal die großen herhalten.

faaabehalfter Apfel-Minz-Tee

Pfefferminztee in Beutelform ich ja gar nicht, damit könnt ihr mich jagen.
Heißen Minztee aus frisch überbrühten Minzstängeln jedoch liebe ich das ganze Jahr über. Und daraus lässt sich ein fabelhaft leckerer Apfel-Minz-Tee zaubern, der jeden Cocktail in den Schatten stellt. Weiterlesen

Schnelles Grillhähnchenbaguette für die Mittagspause

Am Montag war ich mit meiner Schwester beim Blutspenden. Das machen wir immer gemeinsam. Sie bringt die Kinder weg, ich drücke die Daumen dass ihr Eisenspiegel eine Spende zulässt (diesmal hat’s wieder geklappt – juhuu!), wir quatschen und giggeln während uns das Blut abgezapft wird, und am Schluss gibt’s für jeden ein halbes Hähnchen, eine Tafel Schokolade und einen Apfel. Damit ist das Abendessen auch immer schon erledigt.

Diesmal allerdings haben wir meinen Neffen (3) und meine Nichte (1) anschließend von den Großeltern abgeholt und sind zu viert in eine tolle, winzig kleine Pizzeria zum Abendessen.
Dementsprechend wurde das Hähnchen natürlich nicht mehr am selben Tag verputzt. Also landete es brav im Kühlschrank. Am nächsten Morgen stellte sich die Frage: was mach ich jetzt damit? Einfach im Ofen „aufgrillen“? Das ist natürlich immer das beste, was man aus einem halben Grillhähnchen machen kann. Aber dann kam mir eine noch viel bessere Idee: es sollte mein Baguette zieren.

Und hier kommt das eindeutig schnellste, einfachste und dabei leckerste Mittagessen überhaupt.

faaabelhaftes Grillhähnchenbaguette Weiterlesen

Zitrone? Aber klar doch!

Manchmal muss es auch mal was einfaches sein. Sogar bei mir. Nein, bitte nicht gleich in Panik verfallen – ich bleibe immer noch durchgeknallt und übertreibe weiterhin schamlos. Zumindest beim Backen. …..ok, seien wir ehrlich: ich bin immer so.
Aber ab und zu darf’s auch mal etwas simpler und leichter sein. Nicht, dass ich es unbedingt so möchte (ich stelle mich tatsächlich gern für mehrere Stunden an Küchenmaschine und Ofen), aber die Familie verlangt ab und an nach etwas ganz schlichtem, sogar nach regelrecht ordinärem. Und dann peppe ich das auch nur gaaanz leicht auf.
In diesem Falle schlug ich meinem Schwesterherz zum 3. Geburtstag meines Neffen diverse Möglichkeiten für süßes Gebäck vor. Alle Leckereien wurden ausgeschlagen, aber bei „Zitronenküchlein mit Kirschen“ schrie sie laut „Immer her damit!„.

faaabelhafte Zitronenkirschmuffins

Und sie hat Recht, denn das sind tatsächlich unheimlich leckere Dingelchen. Ich backe sie gern als Muffins, allerdings machen sie sich auch absolut fabelhaft in Minikuchenformen. Oder – wenn man es wirklich extremst simpel haben möchte – als Blech- oder Kastenkuchen.
Doch obwohl das Rezept simpel und fix zubereitet ist, schmeckt es (wie könnte es anders sein) natürlich absolut köstlich. Und in diesem Falle auch noch saftig und zitronig und „kirschig“.

Mini-Küchlein finde ich unheimlich niedlich, weil sie wie die kleinen Schwestern der großen Kuchen aussehen – also perfekt passend für kleine Schwestern wie die meine (na gut, sie ist mittlerweile Mitte 30, aber immer noch meine kleine Schwester), und zu Kindergeburtstagen machen sich so kleine Küchlein hervorragend.
Die Papierförmchen dazu gibt es mittlerweile sogar im dm, ihr müsst also nicht unbedingt bei Onlinehändlern danach suchen. Die haben zwar die größere Auswahl was Farben und Muster angeht, aber die vom dm hatten in diesem Falle Förmchen mit wunderbaren bunten Eulen drauf, die hervorragend zu meinen Eulen-Muffinförmchen passten. Und da ich Eulen klasse finde, konnte ich einfach nicht widerstehen……

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Vanille-Brioches für jeden Tag

Im Frankreich-Urlaub gehörten (und gehören noch immer) für mich zu einem guten Frühstück definitiv immer Baguette, Croissants (mit und ohne Schokolade) und selbstverständlich Brioches.
Das Baguette kann man über den ganzen Tag verteilt essen, gern üppig belegt mit Käse, Schinken, Salat, Gemüse, undundund… Man sollte es auch unbedingt am gleichen Tag essen, denn am nächsten Tag ist es meist steinhart.
Zu Croissants muss ich nichts weiter sagen, denn wer ist die fluffigen, sündhaften Teile nicht gern? Aber für ein Frühstück mit Croissants brauche ich Zeit. Und Sonnenschein. Und einen Balkon (respektive einfach Urlaub in Frankreich). Und eine schöne Aussicht. Und Marmelade. Croissants sind für mich also mehr eine Art Entspannungsübung 🙂

faaabelhafte Brioches für jeden Tag

Brioches hingegen sind mehr ein schnelles Frühstück. Morgens einfach „auf die Hand“, ob mit oder ohne Butter, Marmelade, Nutella, oderoderoder. In Frankreich gern zum obligatorischen Café au Lait (aus einem riiiesigen Becher) – da ich jedoch keinen Kaffee trinke, machen mich Brioches auch ohne glücklich.

Brioches sind ein „feines Tafelgebäck aus ei- und fettreichem Hefeteig“. Stimmt. Außerdem sind sie recht einfach zu backen.
Ich habe bei der lieben Küchenchaotin ein Rezept gefunden, das meinem eigenen sehr nahe kommt, allerdings ein bisschen einfacher ist zum Nachbacken (und ich will’s euch ja leicht machen). Ich habe nur Kleinigkeiten daran verändert. Weiterlesen

Osterzopf – oder: Hefe ist ’ne Zicke

Hefe und ich – das ist eine sehr spezielle Beziehung. Wir hassen uns, wir lieben uns. Sie zickt rum, ich schimpfe. Mal geht sie auf, mal nicht.
Und dann gibt es noch die Tage, an denen die liebe Hefe es einfach übertreibt. So wie heute.

Ich mag Hefegebäck. Lecker, fluffig, und süß ohne zu süß zu sein… Einfach toll. Und an Ostern gehört ein Hefezopf einfach dazu. Gern auch ein Osternest – aber eigentlich mag ich die Eier lieber auf dem Teller statt im Nest 😉

faaabelhafter Osterzopf

Wenn man Hefeteig mag (und sich nicht wie ich jedes Mal aufs Neue mit der Hefe anlegt) und gern damit arbeitet, dann ist ein Osterzopf wirklich extrem einfach. Weiterlesen

Zitronenrauten

Ich habe festgestellt, dass ich nur weihnachtliche Plätzchenausstecher besitze. Doofe Sache das. Besonders an Ostern, wenn man ein paar Osterhasenkekse backen möchte. Im Grunde gar nicht so schlimm, dann kauft man sich eben neue Ausstechformen.
Tja, wenn das so einfach wäre.
Nun stehe ich nämlich vor dem Problem, dass ich mir bereits die Zutaten im Moment (arbeitslos, keine Unterstützung vom Amt, überhaupt kein Geld – alles doof, fragt nicht) sowieso schon zusammensparen muss. Ja, gute Zutaten sind teuer – Butter, Eier & Co. kosten doch leider ein bisschen was. Also sind erstmal keine neuen Ausstechförmchen drin. Schade.

Was also tut die schlaue Bäckerin, die unbedingt ein osterhasiges Rezept ausprobieren möchte, auch wenn KEINE Osterhasenausstecher da sind? Sie improvisiert. Was sonst.
Drum wurden jetzt aus den „Osterhasenkeksen mit Himbeerfüllung“ aus der letzten „Lecker“ einfach „Zitronenrauten, bunt gefüllt“. Denn Rauten (oder Parallelogramme, je nachdem wie schief ich geschnippelt habe) kann ich ganz ohne Ausstechform herstellen 🙂
Und die Teilchen schmecken nicht nur mit der „Himbeerfüllung“ (die im Grunde eine Gelee-Zuckergussfüllung ist), sondern mit gaaaanz vielen verschiedenen. Z.B. mit Caramell, Gelee oder Lemon Curd. Oder eben einfach pur.

faaabelhafte Zitronenrauten Weiterlesen

Joghurt-Küsschen

Es gibt Rezepte, die begleiten mich schon seit Jahren. Die backe ich gar nicht zu speziellen Anlässen, sondern einfach mal zwischendurch. Wenn ich Lust drauf habe. Weil mir gerade langweilig ist. Weil ich irgend etwas für zwischendurch zum naschen brauche. Oder eben weil ich noch einen Klecks Joghurt übrig habe.faaabelhafte Joghurt-Küsschen

Die „Joghurt-Küsschen“ waren eigentlich mal „Joghurt-Gebäck“. Im Grunde sind sie irgendetwas zwischen Plätzchen und Keksen. Nicht so kross wie Kekse, aber auch nicht so weihnachtlich wie Plätzchen. Einfach irgendein Gebäck, das man das ganze Jahr über schnabulieren kann.
Es gab mal eine Zeit, da habe ich die Dinger bestimmt 1x im Monat gebacken. Schnell alles zusammen gerührt, mit zwei Teelöffeln auf ein Blech gegeben und gebacken. Das wurden herrlich saftige Teile – sahen allerdings nicht besonders vorzeigbar aus.

Mittlerweile setze ich ordentliche Kleckse mit Hilfe eines Dressierbeutels auf die Bleche und daraus werden Gebäckdingelchen, die ich am ehesten als „Küsschen“ bezeichnen kann. Dämlicher Name, ich weiß. Aber solange mir nichts besseres einfällt, bleibt es erstmal dabei. (PS: Wenn ihr einen besseren Namen habt, nur her damit – ich freue mich über Vorschläge.) Weiterlesen

Uääää – alles neu hier?

Ja, es sieht hier anders aus. Irgendwie. Ein bisschen. Ganz wenig.
Na guuuuut – das komplette Design ist anders. Musste mal sein. Ganz zufrieden bin ich noch nicht, daher werdet ihr sicher in den nächsten Tagen noch ein paar Änderungen feststellen.

Das alte Template hat mir nicht mehr so richtig gefallen. Das war zwar ganz ok, aber irgendwie war das nicht mehr ich.
Mein Problem: mein „neues“ Ich in Blogform ist das hier jetzt auch noch nicht, das würde momentan aber schlicht zu viel kosten, weil: richtig und vollständig auf mich zugeschneidert. Was ordentliches eben. Also muss ich mir bis zum Lottogewinn (respektive neuer Job) mit kostenlosen Themes aushelfen.

Bis dahin: ruhig atmen und einen Keks essen. Oder auch zwei.

Finnische Haferkekse

Kennt ihr die großen Pappkartons mit Haferkeksen im Supermarkt? Mit den gaaaanz großen runden Keksen? Die sind ja soooooo lecker, da könnte ich den halben Karton auf einen Happs futtern.
Ok, das ist jetzt leicht übertrieben. Ein ganz kleines bisschen.

Wem die gekauften Kekse aber irgendwie suspekt sind (man weiß ja nie so genau, was da alles drin ist), oder sie einfach selber backen möchte (nur noch besser), darf sich an diesem Rezept versuchen.faaabelhafte Finnische Haferkekse

Diese Haferkekse werden zudem noch mit einer fabelhaften Nussnougat-Schokocreme gefüllt, was sie noch mal extra lecker macht. Ich verspreche euch: danach wollt ihr nie wieder die Haferkekse aus dem Supermarkt – und auch die Prinzenrolle lasst ihr links liegen.

Bei guten Keksrezepten gelten zwei Regeln:

  1. Wenig Zutaten.
  2. Einfach in der Herstellung.

Und für dieses Rezept gilt glücklicherweise beides 🙂 Weiterlesen

Cantuccini à la faaabelhaft

Cantuccini (auch Cantucci oder Biscotti di Prato) sind laut Internet ein traditionelles italienisches Mandelgebäck aus der Nähe von Florenz (aus Prato eben).
Die leckeren harten Kekse (nennen wir sie mal so) isst man zu Vin Santo oder Espresso bzw. Kaffee, in den man die guten Stücke eintaucht. Ähnlich wie Zwieback werden Cantuccini zweifach gebacken (anders als die spanischen Rosegones die nur einfach gebacken werden, ansonsten aber sehr ähnlich sind) und werden dadurch wunderbar knackig.faaabelhafte Cantuccini

Nun bin ich ja ein großer Fan von Keksen und Plätzchen, die sich zum „tunken“ eignen. Einfach, weil’s lecker schmeckt und super gemütlich ist. Außerdem liebe ich italienisches Gebäck.
Cantuccini sind schnell gebacken und man braucht nur wenig Zutaten. Ich wandele das klassische Rezept gern mal ein wenig ab und mische ein paar andere Zutaten darunter. Ein italienischer Zuckerbäcker würde sicherlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber mir schmeckt diese Variante einfach verflixt gut. Mamma mia! Weiterlesen