Cookie Dough – mal einfach, mal extravagant

Teig naschen? Oh jaaaaa, lecker, immer her damit!
Klar, schon als Kind darf man sich anhören, dass man das lieber lassen soll („Davon bekommst du Bauchweh!“). Ich nasche aber bis heute vom Teig, das ist einfach soooooo gut.
Warum soll man das eigentlich nicht machen? Ganz einfach: in Keksteig (und auch Kuchenteig etc.) stecken z.B. rohe Eier und Backpulver, die nicht unbedingt gut verträglich sind, bevor sie gebacken aus dem Ofen kommen.
Trotzdem kennen wir alle z.B. das leckere Eis mit den rohen Keksteig-Stücken, und Bauchweh bekommen wir davon höchstens, weil wir zu viel davon gegessen haben. Da scheint es also eine Möglichkeit zu geben…

Cookie-Dough

Bei „Cookie Dough“ handelt es sich um eine Variante, die komplett ohne Eier und Backpulver auskommt, aber ziemlich genauso schmeckt wie der rohe Teig. Gesund oder auch nur kalorienarm ist das Zeug natürlich immer noch nicht, aber bitte – wir sind doch nicht wegen der Gesundheit hier…

Das braucht ihr für das Grundrezept:

140 g weiche Butter
75 g braunen Zucker
75 g weißen Zucker
1/2 TL Vanilleextrakt oder 2 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
180 g Mehl
75 ml Milch
große Rührschüssel
Teigschaber, Kochlöffel oder Handmixer

Und so geht’s:

Alles miteinander verkneten – fertig.
Einfacher geht’s ja nun wirklich nicht.

Wichtig dabei ist, dass die Butter wirklich schön weich ist, sonst habt ihr hinterher überall kleine Butterstücke, und das schmeckt dann doch nicht so wirklich lecker.
Wer nicht so lange warten möchte, bis die Butter weich ist, kann sie alternativ auch im Topf schmelzen und etwas abkühlen lassen, und anschließend mit den restlichen Zutaten verrühren.

Wer mag, kann direkt losnaschen. Ich persönlich habe meinen Teig lieber etwas fester, deswegen wandert er bei mir erstmal wieder in den Kühlschrank.

Ihr könnt den Teig entweder einfach löffeln, oder aber (dafür sollte er wieder ein bisschen fester sein) z.B. zu kleinen Kugeln formen.

Solltet ihr den Teig nicht sofort komplett aufessen (er ist dann ja doch recht gehaltvoll), solltet ihr ihn in einer gut verschließbaren Dose oder in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren. Da hält er sich ca. eine Woche.

Cookie-Dough-Grundrezept

Variationen – „pimp my Keksteig!“:

Das schöne an diesem Teig ist, dass er nicht nur schnell zusammen gerührt ist, sondern auch, dass man daraus hunderte Variationen basteln kann. Die sicher bekannteste Variation ist die mit Schokotröpfchen, aber der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
Die Mengenangaben der Extras habe ich hier bewusst etwas vage gehalten – hier kann jeder so viel untermischen, wie’s schmeckt.

Schoko-Cookie: 75 g Zartbitter-Schokotropfen oder 50 g gehackte weiße Schokolade unter den Teig mischen.

Schokokuchen: 1-2 EL Backkakao (ich habe hier „koawach pur*“ verwendet, es geht aber auch jeder andere) unter den Teig rühren und gut vermischen. Für Erwachsene kann man hier noch 1 TL Rum oder Marillenlikör unterrühren, dann schmeckt es noch schokoladiger. Für Kinder z.B. 1 TL Orangensaft oder aber ein paar Tropfen Rumaroma.

Cookie-Dough-Schoko2

Nussnougat: 1-2 EL Nussnougat-Brotaufstrich unter den Teig rühren. Der Teig wird hierdurch weicher und lässt sich nicht mehr so gut zu Kugeln formen.

Cookie-Dough-Nutella2

Kindergeburtstag: 30 g bunte Zuckerstreusel unterkneten, oder Teig zu Kugeln formen und in den Streuseln wälzen.

Caipirinha: Limettenschale und -saft unter den braunen Zucker mischen, dann mit dem Rest vermengen. Wer mag, kann auch eine Limetten-Zuckermischung anfertigen (ähnlich wie beim Orangenzucker), das ganze mit etwas grüner Lebensmittelfarbe einfärben, den Teig zu Kugeln formen und im Limettenzucker wälzen.

Schoko-Knusper: 2-3 EL Schoko-Reis-Crispies einrühren.

Weihnachtskeks: 2-3 EL gebrannte Mandeln grob hacken, zusammen mit 1/2 TL Zimt und 1/2 TL Lebkuchengewürz unter den Teig rühren. Oder Lebkuchen bröckelig zerkrümeln und unterkneten.

Herbstlich: 2-3 EL getrocknete Cranberries im Ganzen oder gehackt unter den Teig mischen.

Karamell: Karamell-Brotaufstrich in Schlieren unter den fertigen Teig ziehen.

Mandel-Kugeln: Teig aus dem Kühlschrank verwenden, zu kleinen Kugeln formen, in 3-4 EL Mandelblättchen oder -splittern wälzen.

Die feine englische Art: Ein paar Minzblätter in feine Streifen schneiden oder alternativ 2-3 Tropfen Minzöl unter den Teig mischen. 30 g Zartbitterschokolade schmelzen (im Wasserbad oder in der Mikrowelle), etwas abkühlen lassen, und entweder vorsichtig in Schlieren unter den Teig ziehen, oder komplett untermischen.

Südsee-Feeling: 3-4 EL Kokosraspeln mit der abgeriebenen Schale von 1/2 Limette vermischen, unter den Teig kneten. Oder Teig zu Kugeln formen, in Kokosraspel-Mischung wälzen.

Knusper-Krokant: 3-4 EL Haselnuss-Krokant unter den Teig mischen oder zu kleinen Kugeln formen und darin wälzen.

Eat my stardust! Kugeln in so viel essbarem Glitter wälzen, bis das innere Einhorn in Ohnmacht fällt. Warum? Na, weil ein bisschen Glitzer im Leben nie schadet.

Cookie-Dough-Variationen

***

Geht’s vegan?

Na logisch. Einfach die Butter durch Margarine, und die Milch durch den Milchersatz der Wahl ersetzen (Soja, Mandel, lactosefrei, etc.). Und zack! Schmeckt genauso gut.

Hinweis:

Wer Angst vor „rohem Mehl“ hat (wie bei jedem anderen Naturprodukt können auch hier super rein theoretisch Keime drin sein), kann das Mehl vorher „wärmebehandeln“: dazu das Mehl auf ein Backblech geben, und für 20 Minuten bei 200° C im Backofen erhitzen. Anschließend etwas abkühlen lassen, und weiter verarbeiten.
(für „normalen“, also später zu backenden Teig solltet ihr das aber nicht machen, denn durch die Wärmebehandlung verliert das Mehl seine Backeigenschaften)
Mehr Infos dazu gibt es z.B. bei den „Backschwestern**“.

 

* nein, das ist kein Affiliate-Link, und ich werde auch nicht dafür bezahlt, dass ich das Produkt hier erwähne. Ich mag nur einfach die Kakaosorten von koawach.

** auch hier werde ich nicht bezahlt 😉 Aber die Backschwestern haben trotzdem ganz tolle Produkte und einen super Blog!

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2 Gedanken zu “Cookie Dough – mal einfach, mal extravagant

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