Bratapfelschnecken

Es ist mal wieder Bratapfelwetter. Draußen ist es grau und/oder kalt, da machen wir es uns drinnen ein bisschen muckelig.
Also Kuschelstrickjacke und dicke Socken anziehen, und mit einem leckeren Tee ab auf die Couch. Dazu den Geruch von Bratäpfeln in der Nase… Perfekt.

Um es richtig gemütlich zu machen, gönnen wir uns dazu ein paar Zimtschnecken. Aber nicht einfach nur ganz normale Zimtschnecken, sondern herrlich herbstliche Bratapfelschnecken!
Die brauchen dank des Hefeteigs zwar ein Weilchen, bis sie fertig sind, schmecken dafür aber umso länger und leckerer.

Das braucht ihr dafür für den Teig:

2 Päckchen Trockenhefe
500 g Mehl (+ etwas zum Kneten)
80 g Zucker
1 TL Salz
1 Ei
200 ml Milch
80 g weiche Butter

Das braucht ihr für die Bratapfelfüllung:

70 g + 1 TL sehr weiche Butter
4 + 3 EL Zucker
2 + 2 TL Zimt
6 säuerliche Bio-Äpfel (z.B. Boskop oder Elstar
1/2 kleine Bio-Orange (Saft und Schale)

Das braucht ihr für den Guss:

1 EL Frischkäse
1/2 Zitrone
1/2 Vanilleschote oder 1 TL Vanilleextrakt
4 EL Puderzucker

Außerdem:

Küchenmaschine mit Knethaken
große (Teig-)Schüssel
großer Topf
Sparschäler, scharfes Messer, Teigspatel, Zitruspresse
tiefes Backblech
Backpapier
kleiner Schneebesen
Backpinsel

Und so geht’s:

Mehl, Trockenhefe, Zucker und Salz mischen. Anschließend Ei und Milch unter Kneten hinzufügen. Küchenmaschine anhalten, Butter in kleinen Flocken darauf geben, Küchenmaschine wieder einschalten und die Butter gut untermengen und zu einem glatten Teig kneten (etwa 5-7 Minuten). Teig aus der Küchenmaschine nehmen, und noch einmal kurz auf der bemehlten Arbeitsplatte von Hand fest (aber nicht zu lange) durchkneten. Teig zu einer Kugel formen.
Etwas Mehl in eine Rührschüssel oder andere große Schüssel geben, Teigkugel hineinlegen, mit etwas Mehl bestäuben. Mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 30-60 Minuten gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.

Währenddessen Äpfel waschen, schälen, entkernen und fein würfeln oder stifteln. Mit 3 EL Zucker und 2 TL Zimt in einen großen Topf geben. Schale einer halben Orange abreiben, anschließend auspressen. Saft und Schale sowie 1 TL Butter ebenfalls mit in den Topf geben.
Alles unter gelegentlichem Rühren zum köcheln bringen, etwa 5-10 Minuten simmern lassen (Apfelstücke sollten noch nicht zu weich sein).
Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Teig aus der Schüssel nehmen und zu einem großen Rechteck ausrollen (ca. 40×60 cm). Mit 70 g sehr weicher Butter bestreichen – das klappt am besten mit einem Teigspatel oder einem Löffelrücken. Dabei rundum am Rand ca. 1-2 cm frei lassen.
4 EL Zucker und 2 TL Zimt mischen, gleichmäßig über der verstrichenen Butter verteilen.
Nun die Apfelstücke auf dem Teig verteilen (auch hier wieder den Rand auslassen).

Großes Backblech mit Backpapier auslegen.

Teig von der langen Seite aus aufrollen, am Schluss die letzten Zentimeter des Teiges dabei nach oben über die Rolle ziehen und etwas festdrücken.
Teigrolle mit einem scharfen Messer in 16 Stücke teilen und vorsichtig mit etwas Abstand (die Schnecken gehen noch einmal auf) auf das Backblech setzen.

Backblech auf der mittleren Schiene in den kalten (!) Ofen schieben. Bei 180° C für 30 Minuten backen.
Anschließend Bratapfelschnecken aus dem Ofen nehmen und ein wenig abkühlen lassen.

Für den Guss den Frischkäse zunächst mit einem Löffel, anschließend mit einem kleinen Schneebesen cremig rühren. Eine halbe Vanilleschote auskratzen (oder zu Vanilleextrakt greifen), zusammen mit Puderzucker und dem Saft einer halben Zitrone zum Frischkäse geben. Alles noch einmal cremig rühren.
Guss mit einem Backpinsel auf die lauwarmen Bratapfelschnecken streichen.
Schmeckt warm und kalt!

Der Guss der Bratapfelschneckchen wird übrigens nicht trocken oder fest wie Puderzuckerguss, es gibt also eine Runde klebrige Finger. Aber soweit ich weiß war das noch nie ein Grund, irgendetwas nicht zu essen…

Bratapfelschnecken

Tipps:

Die Apfelschalen nicht wegwerfen, sondern in einem kleinen Topf mit etwa 1 Liter Wasser aufkochen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Nach Geschmack mit Zucker und Zimt würzen. Das ergibt einen ganz wunderbar schmeckenden Bratapfeltee! Schmeckt heiß oder als Eistee.
Apfeltee gilt als Fitmacher – ob das stimmt, würde ich jetzt nicht unterschreiben wollen, aber er schmeckt einfach suuuper lecker.

Säuerliche Äpfel geben beim Backen viel mehr Geschmack ab als ihre süßen Schwestern. Außerdem behalten sie hier besser ihre Form und zerfallen nicht zu Mus.

Der Frischkäse unterstreicht mit seinem etwas säuerlichen Geschmack noch das Aroma von Hefeteig und Bratäpfeln, also hier bloß nicht auf den normalen Puderzuckerguss zurückgreifen, sondern der Frischkäsevariante eine Chance geben.

Die Schneckchen halten sich gut verschlossen einige Tage, zumindest theoretisch. Bei uns sind sie spätestens am dritten Tag alle weggefuttert.
Sonntags-Tipp: Schnecken vor dem glasieren einfrieren, und am Sonntagmorgen (oder -nachmittag) auftauen, für ca. 10 Minuten im Ofen aufwärmen und anschließend mit Guss bestreichen. So habt ihr am Wochenende ratzfatz frische Bratapfelschnecken zur Hand!

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